EnvisatIn der Nacht zum Freitag, den 1. März ist der größte und teuerste Satellit ins All gestartet, der jemals in Europa gebaut wurde. Der Supersatellit Envisat, der mehr als 2,3 Milliarden Euro kostet, hat die Ausmaße eines Busses und wiegt mehr als acht Tonnen. Abgehoben hat er mit einer Ariane 5-Trägerrakete der Europäischen Weltraumorganisation Esa in Kourou in Französisch-Guayana. Der Start begann um 2.07 Uhr, MEZ.
Die Erwartungen der Wissenschaftler sind hoch: Die Envisat-Daten könnten viele offene Fragen über den Wandel des globalen Klimas lösen und die europäische Umweltpolitik in effektive Bahnen lenken. Envisat soll fünf Jahre lang aus 800 Kilometern Höhe Veränderungen von Klima und Atmosphäre zur Erde funken. Für diesen Zweck ist er gespickt mit Technik: Zehn Messinstrumente beobachten Luft, Vegetation, Wetter, die Meere oder die Eiskappen an den Polen.
Deutschland und die Niederlande haben das Scanning Imaging Absorption Spectrometer for Atmospheric Cartography, kurz Sciamachy, beigesteuert. Das Instrument durchsucht die Atmosphäre nach Spurengasen, Ozon und ähnlichen Verbindungen sowie nach Wolken und Staubteilchen, bestimmt die Gesamtmenge der Gase und zeigt sie in den verschiedenen Höhenschichten. Damit werden die Folgen von Waldbränden, Industrieabgasen oder Vulkanausbrüchen sichtbar. Envisat wird zur bedeutendsten Umwelt-Informationsquelle der Welt werden und wird Europa helfen im Rahmen weltweiter Umweltfragen eine tragende Rolle zu spielen. |
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